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Synergy Konfigurieren

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Synergy Konfigurieren

Synergy Konfigurieren

Synergy ist ein enorm praktisches Tool, um mit mehreren Rechnern gleichzeitig arbeiten zu können, ohne dass man mit diversen Tastaturen und Mäusen oder einem Umschalter hantieren muss. Es ermöglicht verschiedene Rechner übers Netzwerk mit einer Tastatur und einer Maus zu bedienen. Der Bildschirminhalt wird im Gegensatz zu vlc nicht übertragen, so daß jeder Rechner über einen Bildschirm verfügen muss.

Dabei unterstützt es auch Copy und Paste zwischen den Maschinen, selbst wenn sie unter verschiedenen Betriebssystem laufen. Synergy gibt es für Linux, Windows und Mac OS

1. Installation

1.1 Gentoo-Linux

emerge synergy

Alternativ quicksynergy von http://quicksynergy.sourceforge.net

1.2 Ubuntu Linux

Für (K)Ubuntu Linux existiert das Paket quicksynergy welches eine grafische Konfiguration unter Linux erlaubt. Es wird mit diesem Paket automatisch auch synergy das Grundprogramm dazu installiert.

1.3 Windows

Binaries von der Synergy-Homepage herunterladen, Installation wie gewohnt durch Doppelklick.

1.4 Mac und andere Linux-Distributionen

Besitze ich nicht, deshalb müßt Ihr euch selbst darum kümmern.

2. Rechneranordnung

gegeben sei folgende Rechneranordnung:

Ganz links befindet der Rechner namens t40, in der Mitte der Rechner andromeda, der Monitor ist an zonga angeschlossen. Die echten Rechnernamen sind teilweise anders und wir gehen davon aus, daß die Namensauflösung im lokalen Netz nicht funktioniert, d.h. ein ping t40 beispielsweise liefert nur Fehler.

An andromeda sind Maus und Tastatur angeschlossen, dieser Rechner ist somit der Server.

Daten der Rechner:

Synergy-RechnernameHostnameip-Adresse
andromedaandromeda192.168.8.180
t40CX0006330192.168.8.181
zongazonga192.168.8.182

3. Konfiguration

Eigentlich muß nur der Server richtig konfiguriert werden, denn er allein weiß wie die Rechner angeordnet sind. Die Clients müssen nur wissen mit welchem Server sie sich verbinden müssen.

3.1 Server-Konfiguration unter Linux

Angenommen andromeda läuft unter Linux (was er auch tatsächlich tut). Unter Linux (und unter Mac OSX, was mangels Mac jedoch nicht ausprobiert werden konnte) benötigt der Synergy-Server synergyc eine Konfigurationsdatei /etc/synergy.conf. Diese sieht in unserem Fall so aus:

section: screens
        andromeda:
        zonga:
        t40:
end

section: aliases
        andromeda:
                192.168.8.180
        zonga:
                192.168.8.182
        t40:
                192.168.8.181
                CX0006330
end

section: links
        andromeda:
                left = t40
                right = zonga
        zonga:
                left = andromeda
        t40:
                right = andromeda
end
3.1.1 Erklärung der Konfig-Datei:

In der section: screens werden alle Rechnernamen aufgelistet, die Synergy kennt. Zusätzlich gäbe es hier noch die Möglichkeit weitere Optionen anzugeben, das nutzen wir aber nicht.

In der section: aliases befinden sich (wie der Name schon sagt) zusätzliche Namen, unter die der Rechner bekannt ist. Das ist hier die IP-Adresse (weil die lokale Namensauflösung nicht funktioniert) und bei t40 der abweichende Rechnername, da er sonst vom Server nicht als berechtigter Client akzeptiert wird.

In der section: links ist die Anordnung der Bildschirme zueinander beschrieben. Es muß zu jedem Bildschirm definiert werden an welcher Seite sich welcher der anderen befindet. Ist schwer zu erklären. Einfach das Bild ansehen, die Konfig-Datei durchlesen, dann wird es schon klar. Ist eigentlich völlig logisch.

Zum Testen ob die Konfiguration korrekt ist, startet man den Server am besten so (als root):

synergys -f -d DEBUG

Das liefert genug ausgaben, um zu sehen ob alle richtig funktioniert. -f bedeutet, der Server soll als normales Programm laufen, nicht als Dämon, man kann ihn also im Falle eines Konfigurationsfehlers jederzeit mit Strgc abschießen.

Funktioniert alles zur Zufriedenheit, startet man den Server mit:

synergys
3.1.2 Server-Konfiguration mit mehreren Bildschirmen

(Dank an Leser Forsaken für die Information!)
Will man unter Linux einen Synergy-Server starten, an den mehrere Bildschirme angeschlossen sind, muss man um Erfolg zu haben per --display den X-Screen angeben an den der andere (client-) PC (in diesem Fall der Laptop) angrenzt.

Neues Szenario, Server mit zwei Bildschirmen, Laptop als Client

section: screens
	forsaken-laptop:
	forsaken-desktop_left:
	forsaken-desktop_right:
end

section: aliases
	forsaken-laptop:
		192.168.1.33
end

section: links
	forsaken-laptop:
		right = forsaken-desktop_left
	forsaken-desktop_left:
		left = forsaken-laptop
end

Beim Aufruf muss der X-Screen angegeben werden:

synergys --display :0.0 --name forsaken-desktop_left

3.1.3 Server Konfiguration mit quicksynergy

Mit quicksynergy ist die Konfiguration noch einfacher als unter Windows. Das Programm ist fast selbsterklärend.

Unter dem Reiter "share" lässt sich der Server konfigurieren. Der server stellt seine Tastatur und Maus den Synergy-Clients im Netz zur Verfügung, deshalb share. In dem Dialog müssen einfach die Clients mit ihrer IP-Adresse eingetragen werden, die vom Server gesteuert werden sollen, entsprechend der Position wo sich ihre Bildschirme befinden. In unserem Beispiel befindet sich rechts vom Server andromeda der client zonga, dementsprechend muss zongas IP-Adresse im Eingabefeld right eingetragen werden. Beim client t40 geschieht dies analog, nur diesmal links.

Ein Klick auf Start startet den Server. Vorher sollte man unter dem Reiter Settings das Häkchen setzen, da sich Synergy sonst gleich beendet wenn man die Konfiguration schließt, und das will man normalerweise nicht.

3.2 Client-Configuration unter Linux

Die Clients müssen nicht konfiguriert werden, sondern einfach nur gestartet werden. Als Parameter wird der Name des Servers oder die IP-Adresse übergeben. Wir verwenden die IP-Adresse, da wie mehrfach erwähnt die Namensauflösung nicht funktioniert:

synergyc 192.168.1.180

3.2.1 Client Konfiguration mit quicksynergy

Unter dem Reiter "use" konfiguriert man einen linux client, also wenn man den Linux-Rechner von einem anderen Synergy-Server fernsteuern will. Dazu muss einfach die IP-Adresse des Servers eingetragen werden. Ein Klick auf Start startet den Client. Vorher sollte man unter dem Reiter Settings das Häkchen setzen, da sich Synergy sonst gleich beendet wenn man die Konfiguration schließt, und das will man normalerweise nicht.

3.3 Server-Konfiguration unter Windows

Angenommen, andromeda ist Server und läuft unter Windows. Die Server-Konfiguration unter Windows erfolgt grafisch. Es wird von synergy eine Konfigurationsdatei namens synergy.sgc im Home-Verzeichnis erzeugt, die im Aufbau der Konfig-Datei unter Linux entspricht. Theoretisch kann man sie also auch von Hand schreiben. Wir wollen uns hier aber der grafischen Konfiguration über die Dialogboxen widmen.

Server-Konfiguration

Dies ist die Hauptmaske der Server-Konfiguration. Im oberen Bereich sind die Synergy-Namen der verbundenen Rechner aufgelistet. Klickt man auf + so öffnet sich ein neuer Dialog, in dem man einen neuen Rechner eintragen kann (in unserem Fall zonga):

Sind alle Screens definiert muß man die Verknüpfungen erstellen, also definieren welcher Bildschirm relativ zu seinem Nachbarn wo steht.

Das erfolgt nach dem Schema: [wo] von [wem] steht [wer] also z.B.:
links von andromeda steht t40 (wird in der Regelliste zu t40 is left of andromeda)

oder wie im Screenshot oben:

links von zonga steht andromeda (wird zu: andromeda is left of zonga)

Für alle Fälle, in denen der Mauszeiger am Bildschirmrand des einen Rechners verschwinden und auf dem Bildschirm des angrenzenden Rechners auftauchen soll, muß in dieser Form eine Regel definiert werden, für jede "aktive Bildschirmkante" als zwei Regeln. In unserem fall also vier.

Siehe auch

Links

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