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Neue Festplatte einrichten
Die Platte erstmal anstöpseln, dazu habe ich einen USB Adapter, der IDE und SATA Platten
gleichermaßen aufnehmen kann. Die lose Platte am besten auf eine feste, nicht Strom
leitende Unterlage legen, z.B. ein Buch. Gerade wenn man mehrere Platten besitzt, ist so
ein Gerät ein muss. USB kann man im laufenden Betrieb anstöpseln.
Will man die neue interne Festplatte erst in den Rechner einbauen
sollte man tunlichst den Stromstecker ziehen, da die meisten Systeme auch im
ausgeschaltetem Zustand noch unter Strom stehen.
Jetzt nur ein paar Schritte und die Platte ist betriebsbereit um Daten aufzunehmen.
Platte identifizieren
# fdisk -l
Platte /dev/sdg: 2000.4 GByte, 2000398934016 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spur, 243201 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes
Disk identifier: 0x00000000
Festplatte /dev/sdg enthält keine gültige Partitionstabelle
Damit wissen wir, die neue Platte ist hier /dev/sdg
Tip: Das die Ausgabe von fdisk in Deutsch kommt, liegt am locale. Wem das nicht
gefällt: LC_ALL=C fdisk -l
Platte partitionieren
Zum partitionieren verwende ich grundsätzlich cfdisk, es ist aber
jedem freigestellt welches Tool er verwenden mag.
# cfdisk /dev/sdg
Tip: Ich lege grundsätzlich im vorderen Bereich eine Primäre Partition mit 20-25GB an, so kann man,
falls nötig, der Platte auch nachträglich noch ein Linux oder Windows
Bootsystem verpassen, ohne weiter Änderungen vorzunehmen. Bei heutigen
Plattengrößen sind 20GB Verlust locker zu verschmerzen.
Der Rest geht in ein logisches Laufwerk.
Platte formatieren
Filesystem auf der Platte anlegen, ich verwende immer noch das altertümliche
ext3, da es läuft. Desweiteren natürlich mit Journal und mit Label. Man
könnte auch eine UUID verwenden, aber Labels sind einfach sprechender.
# mkfs.ext3 -j -L Media9 /dev/<partition>
[-Jetzt merkt man erst, wieviel Rechenpower der USB verbraucht, der Rechner
reagiert trotz 2 Kernen gar nicht smooth. Ist ja gruselig. Mir scheint eher X
hat sich in die Ewigen Jagdgründe verabschiedet, da ich aus dem Emacs nicht
herauskomme in dem ich diese Zeilen tippe. Firefox will gerade auch nicht, man
sollte nicht zu viele Dinge gleichzeitig machen.-]
Tip: Wer mal wieder den Parameter -L Disklabel vergessen hat, das geht auch noch nachträglich mittels:
# e2label Disklabel /dev/<partition>
Mountpoint anlegen
Wo soll die neue Platte erscheinen. Unter Windows wird einer neuen Partition
einfach ein neuer Buchstabe zugewiesen, unter Linux muss man selbst entscheiden,
wo die neue Platte sichtbar werden soll.
Bei mir ist es /space/local/Media9
# mkdir -p /space/local/Media9
Somit ist der Mountpoint angelegt, damit ein späteres Mount auch klappt.
Platte eintragen in /etc/fstab
Die Platte muss dem System jetzt noch bekannt gemacht werden, sonst sieht man
nach dem Booten die Platte nicht. Dazu wird der Mountpoint in die /etc/fstab eingetragen.
LABEL=Media9 /space/local/Media9 ext3 noatime,nodiratime 1 10
Mounten
Damit die Platte sichtbar wird, muss man die Partition in das Linux Dateisystem
einhängen, mounten.
# mount -a
Ein mount -a mountet alle Partitionen, die in der /etc/fstab eingetragen
sind. Keine Angst, schon gemountete Partitionen werden nicht verändert/zerstört/überschrieben, auch wenn der
Mount-Befehl sich dabei beschwert. Die Partition sollte jetzt nach
/space/local/Media9 gemountet sein. Durch die Angabe eines Labels ist es egal
an welchem Interface die Platte hängt. Bei mir gerade USB. Einbauen und
umstöpseln kommt später.
Plattenchecks
Linux ist dafür bekannt zu unmöglichsten Zeiten die Platten prüfen zu
wollen, das kann man aber auch einstellen. Und gerade bei Filesystemen mit
Journal braucht man nicht alle paar Tage einen kompletten Plattencheck.
# tune2fs -i 0 -c 180 /dev/<partition>
Um die Plattenchecks komplett zu deaktivieren:
# tune2fs -i 0 -c 0 /dev/<partition>
Fertig
Jetzt sollte die neue Harddisk partitioniert, mit einem Filesystem formatiert
und mit einem Label versehen sein, ein Reboot mountet die Platte (bei mir) nach
/space/local/Media9.
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